270. Jan von Bibra-Achenbach über Mindfullness in der Krise (Glanzstücke aus Episode 19)
Shownotes
Hier geht es zur gesamten Episode Wie kann uns Mindfulness in Krisenzeiten unterstützen?
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Transkript anzeigen
00:00:11: Ja, hallo!
00:00:12: Das ist Organisationenentwickeln der Become Better Podcast.
00:00:16: Wir bei Become Better wollen Führung und Arbeit wirksam gestalten – und natürlich eine Welt in der wir alle gerne leben und arbeiten möchten.
00:00:24: Ich bin Kristina Grubendorfer und spreche heute mit
00:00:27: Jan von Biberer Aachenberg.
00:00:29: Und zwar zur Frage wie uns mindfulness in Krisenzeiten unterstützen kann?
00:00:35: Du hast es sicherlich schon bemerkt, in unserem Become-Better-Podcast präsentieren wir dir eine gekürzte Fassung einer
00:00:41: vorangegangenen
00:00:42: Episode.
00:00:44: So kannst du in zehn bis fünfzehn Minuten in ein Gespräch mit einem besonderen Gast reinhören und dir wesentliche Kernaussagen mitnehmen – und danach entscheiden ob du dir die Episode in voller Länge anhören magst!
00:00:57: Den Link zur kompletten Episode findest du natürlich in den Show notes.
00:01:07: Ja, und ich glaube es geht ja auch eher darum zu spüren.
00:01:09: Ja okay!
00:01:10: Ich bin jetzt nervös.
00:01:11: also wenn wir zum Beispiel die aktuelle Corona-Krise nehmen wo jetzt momentan wirklich gar nicht klar ist wie lange bleiben denn?
00:01:20: Wir sind wirklich geschlossen.
00:01:21: Ist das wirklich nur bis nach Ostern?
00:01:25: was mache ich mit den Umsatzeinbrüchen in meiner Firma?
00:01:29: Was passiert mit meinen ganzen Sozialkontakten?
00:01:32: Also man könnte sich so viele Fragen stellen einfach zu spüren, ja ich bin beunruhigt.
00:01:39: Auch das macht ja schon wieder eine oder bringt ne andere Ruhe rein.
00:01:46: also es geht ja nicht darum zu sagen absolut nicht unruhig sein.
00:01:50: Ich muss jetzt irgendwie im Zustand lassen und zur Friedenheit sein.
00:01:56: Ja, das wäre genau die Falle zu denken.
00:01:59: Man unterdrückt jetzt etwas.
00:02:01: Es geht tatsächlich ums Beobachten und auch das wiederum nicht zu bewerten.
00:02:06: Also okay ich habe jetzt Befürchtungen oder Angst oder wie auch immer.
00:02:11: dann stelle ich es erst mal fest.
00:02:13: Tatsächlich beobachtet man wenn man das so macht und sagt ok ich spüre jetzt eine Befürchung Ich spürts da im besonders besorgniserregenden Gedanken und den beobachtet, noch gar nicht versucht irgendwie wegzudrücken.
00:02:28: Aber auch nicht dran festhält sondern sich auf den Arten konzentriert.
00:02:34: Da kommen wir gleich noch dazu.
00:02:35: was eben so ein universeller Anker tatsächlich für uns sein kann um achtsam zu sein ist nämlich der Arten Wenn wir das praktizieren, dass es dann auch einfach nicht so groß wird.
00:02:47: Und so ein bisschen spricht man von dieser Dissoziation mit den Gedanken und Gefühlen.
00:02:53: Also ich habe Gedanken, ich habe Gefühle... Ich bin's aber nicht!
00:02:58: Ich kann sie ja beobachten.
00:03:01: Das bringt auch eine gewisse... Ja, das erleichtert.
00:03:07: Und das hilft uns auch einfach ein bisschen autonomer zu bleiben Gedanken oder Gefühle, die Kontrolle einfach vorkommen über uns zu überlassen.
00:03:19: Bei mir triggert das was du sagst jetzt gab es schon gar noch eine andere Partie zum Thema Selbsthypnose.
00:03:27: Ich war ja.
00:03:28: während meines Psychologie-Studiums habe ich ein Praktikum sehr langes Praktikum gemacht im Milton Erickson Institute in Rottweiler an Bernhard Tränkle und bin ja dort sehr, sehr intensiv in Berührung gekommen mit Hypnose und auch mit Selbsthypnose.
00:03:47: Selbsthypsnose zum Beispiel nachzulesen bei Brian Orman ich weiß nicht ob du den kennst.
00:03:55: Das geht nämlich ganz stark darüber sich eben hinzusetzen und sich dann zu fragen okay was höre ich gerade?
00:04:04: Was sehe ich grade?
00:04:05: Was fühle ich grade ?
00:04:06: Was schmecke ich grade?
00:04:08: Und dann macht man das viermal, also so vier Sachen die ich gerade höre.
00:04:11: Vier Sachen die Ich grad schmecke.
00:04:13: Viersachen die ich grad sehe und so weiter.
00:04:15: Dann macht man es dreimal, zweimal einmal.
00:04:18: Da macht man die Augen zu und dann geht's eben um innere Bilder.
00:04:22: Ja?
00:04:23: Was bin ich denn da grade?
00:04:24: Und was höre ich denn dar?
00:04:25: Und dann kann man sich hin oder weg träumen wie auch immer zu einem Ort der Entspannung was einem wohltut, gut tut irgendwas.
00:04:35: Was man vielleicht schon kennt oder was in dem Moment entsteht und dann treten eigentlich sehr ähnliche Effekte ein.
00:04:42: Also mit der Hypnotese selber habe ich jetzt keine Erfahrung gemacht aber ich kenne es sogar auch individuell und gleichzeitig gilt das auch für Gruppen.
00:04:55: So ein bisschen wiederum aus der positiven Psychologie.
00:04:59: Ich glaube, da würde man das verorten aber ich bin jetzt nicht der Psychologie-Experte.
00:05:05: Aber dieses Thema mit den Priming und wie ich ja den Fokus auch tatsächlich auf bestimmte Geisteszustände lenken kann also hört sich jetzt kompliziert an ist aber im Endeffekt ganz einfach.
00:05:16: Zum Beispiel, wenn man ein Meeting hat oder einen Workshop und man fängt den Workshop damit an.
00:05:21: Dass sich jeder vielleicht drei Sachen überlegt und sich dazu mit dem Sitznachbarn dazu austauscht worüber sie oder er sich jetzt in dieser Woche schon gefreut hat ja?
00:05:33: Und sich da zu austauschen lässt und es dann vielleicht nochmal intensiviert, indem man das noch auf einem Zeitraum von drei Jahren ausdehnen sagt okay und worüber habt ihr euch jetzt in den letzten drei Jahren gefreud.
00:05:43: Dann ändert Absolut die Stimmung schon in der Gruppe mit so einem Einstieg.
00:05:48: Ja,
00:05:49: oder wenn du ja auch dann manchmal am Anfang fragst was wäre ein überraschend positives Ergebnis für diesen Workshop-Tag?
00:05:58: Das ist ja auch eben eine Aufmerksamkeitsfokussierung auf all das was tatsächlich im positiven Möglichkeitenraum machbar ist und löst natürlich oder triggert wiederum ganz andere innere Zustände.
00:06:14: Ja, genau und das passt ja wunderbar zu dem ganzen hypnotischen.
00:06:20: Denn da geht es ja genau darum in möglichst günstige, resourcevolle Zustände zu kommen die mir eben ermöglichen zum Beispiel Lösungen zu finden oder mich einfach besser zu fühlen mit irgendeiner Situation.
00:06:36: so also insofern wahrscheinlich sehr Ähnliche Ziele, die damit verfolgt.
00:06:40: Ja ja ja also da merke ich gerade auch wenn ich dir zuhör, da werde ich so ein bisschen vorsichtig.
00:06:45: Ich habe jetzt selber ja dieses Beispiel genannt mit so einer Übung, einen Stieg von so einem Workshop und so bestimmte Geisteszustände einladen das geht.
00:06:55: gleichzeitig ist der Kern der Praxis der Mindfulness-Praktis tatsächlich nur das Beobachten.
00:07:02: Also was wir daraus eben lernen können aus so einer Übung ist, wie leicht im Endeffekt auch emotionale Zustände beeinflussbar sind.
00:07:11: Die Sinne eigentlich ziemlich flüchtig gibt auch eine Aussage dass Gefühle einfach nur bewertete Gedanken sind und so vom Gedanken wird dann auch schon gar nicht viel gehalten.
00:07:20: also da gibt es natürlich ganz extreme Positionen geradezu im Send.
00:07:25: aber die Praxis selber bedeutet erstmal einfach zu registrieren Ja, also auch gar nicht zu manipulieren und dieses Registrilen das führt schon im Grunde erst so einer Grundstabilität und Zufriedenheit.
00:07:41: Und auch so eine Offenheit.
00:07:42: ja ich finde da gibt's ja auch viele Links und es müsste dich ja gerade auch total ansprechen aus meiner Sicht zu der ganzen Systemtheorie und der systemischen Arbeit.
00:07:53: also wie Beobachte ich, möglichst offen registrierend etc.
00:08:01: oder bin mir zumindest meines Bayers bewusst?
00:08:05: Na wie interessant ist das!
00:08:07: Ja
00:08:07: ja genau!
00:08:08: Mein Forster auch interessant!
00:08:09: Das heißt eher dieses ethnologische sich gefühlt hinter einen Busch setzen und alles erstmal total spannend und interessant finden eher mit diesem ach so geht das ja.
00:08:23: So machen wir das und so kann man natürlich auch auf sich selber schauen und sagen, wie interessant!
00:08:31: Ja jetzt hast du es schon wieder gesagt obwohl das nicht wollte.
00:08:37: Was ich mich gerade Systemtheorie anspricht komme ich gleich zu der Frage Was machen denn jetzt Organisationen eigentlich damit?
00:08:47: Ja, also das ganze Achtsamkeitsthema.
00:08:49: Das meinfühlenes Thema ist ja e-top aktuell.
00:08:54: Jetzt kann natürlich im Moment... Wenn wir nochmal jetzt einmal abschließen Corona-Krise, kann man sagen okay jeder für sich kann es machen und dann schon besser wenn ich eine regelmäßige Achtsamtkeitspraxis in meinem Alltag irgendwie etabliere sehr wahrscheinlich auch besser damit jetzt gerade umgehen, dass alles passiert und diese Unsicherheit besser aushalten.
00:09:19: Wenn wir jetzt auf Organisationen schauen und sagen, Organisationen bestehen aus Kommunikation, dann ist ja die Frage wie kommt denn jetzt die Achtsamkeit in die Kommunikations?
00:09:30: Oder welche relevant hat der in Achtsammkeit überhaupt für eine Organisation wenn es nur jeder Einzelner eigentlich für sich praktizieren kann?
00:09:40: Das ist eine spannende Frage und ich würde auch mal sagen, dass es auch noch ein Forschungsfeld.
00:09:46: Also das beschäftigen wir uns auch gerne damit.
00:09:49: Tatsächlich was ich beobachte ist, dass das Thema Achtsamkeit in Form von Trainings häufig angeboten wird.
00:10:00: Das wäre dann eher so eine Intervention auf individueller Ebene Und gleichzeitig beobachte ich, also ich gebe auch selber Trainings zu dem Thema Achtsamkeit zum Beispiel für Führungskräfte in Unternehmen.
00:10:14: Ich beobachtet dass es tatsächlich auch die Kommunikation verändert.
00:10:19: Also es gibt eine Übung wie wir zb in den Trainings machen wo es um das Thema achtsame Kommunikations geht und da gibt's Beide Felder, also einerseits achtsam sprechen.
00:10:31: Teilen nennt man das dann auch gerne und auf der anderen Seite auch Achtsames zuhören.
00:10:36: Und es kann mal sehr schön üben!
00:10:38: Also wie kann ich ein Zuhörn kultivieren?
00:10:42: Was sozusagen ganz bei dem ist, den ich zuhöre und nicht irgendwelche Vergleiche sofort anstellt von dem was ich höre oder Bewertung anstelle vom dem was sich höre Oder eben wenn Gedanken eh schon ganz woanders sind.
00:10:57: Und das macht tatsächlich gerade in der Führungsarbeit und es kriege ich auch so zurückgespielt von den Teilnehmern des Trainings einen großen Unterschied.
00:11:04: Und Führungskräfteverhalten ist ja wiederum ein ganz starkes Element davon, wie ich auf einer Organisation oder das Verhalten in einer Organisation einen Einfluss darauf haben kann.
00:11:19: Ja genau!
00:11:22: Die Qualität, also wenn ich mich jetzt richtig verstehe kann ich die Qualität von Kommunikation eben beeinflussen.
00:11:28: Wenn ich selber achtsam bin in dem Moment wo ich mit jemandem im Gespräch bin?
00:11:33: So absolut sowohl beim Reden als auch beim Zuhören und je mehr Menschen das kultivieren können um so einen großen Effekt Marktes haben.
00:11:45: Okay ist super.
00:11:47: ja Lieber Jan, ich könnte jetzt noch ewig mit dir weiter reden.
00:11:52: Aber wir beenden uns die Aufnahme!
00:11:55: Danke dir für das schöne Gespräch.
00:11:57: Ja es hat mir Freude gemacht, liebe Christina.
00:12:00: Danke für die Einladung.
00:12:02: Ja, das war Organisation entwickeln der Bekamm-Better-Podcast für wirksame Führungen und Zusammenarbeit.
00:12:09: Danke
00:12:10: dass du deine Zeit mit uns verbracht hast.
00:12:12: Gefällt dir unser Podcast?
00:12:14: Dann würden wir uns riesig freuen, wenn du den Podcast in deinem Netzwerk weiter empfiehlst.
00:12:19: Und falls du über Apple-Podcast oder Spotify hörst dann gib' uns doch auch gleich fünf Sterne und folge uns!
00:12:25: Denn das hilft uns enorm dabei weitere Menschen zu erreichen denen es auch ein Anliegen ist eine Welt zu schaffen, in der wir alle gerne leben und arbeiten
00:12:35: möchten.
00:12:35: Bis zum nächsten
00:12:36: Mal
00:12:37: Tschüss.
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