272. Christian Kaiser über Change Management (Glanzstücke aus Episode 4)
Shownotes
Hier geht es zur gesamten Episode Wie hat sich das Change Management in Unternehmen in den letzten Jahren entwickelt?
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Transkript anzeigen
00:00:10: Ja, hallo!
00:00:11: Das
00:00:11: ist Organisationenentwickeln der Become Better Podcast.
00:00:15: Wir bei Become Better wollen Führung und Arbeit wirksam gestalten – und natürlich eine Welt in der wir alle gerne leben und arbeiten möchten.
00:00:23: Ich bin Christina Grubendorfer Unternehmerin Ausbilderin für Systemische Führungen und Beratung und Autorin des Wirtschaftsbestsellers The Real Book of Work Und ich freue mich, dass du auch heute wieder zuhörst.
00:00:38: Heute hörst du die Kurzfassung einer ganz besonderen Episode des Become Better Podcasts
00:00:43: und spreche heute mit
00:00:45: Christian Kaiser
00:00:46: zur Frage, wie geht eigentlich Change heute?
00:01:01: Ja weißt du was mich in letzter Zeit wirklich ein bisschen beschäftigt.
00:01:05: Es gibt ja ich glaube es lassen sich ja so zwei verschiedene Zustände in Organisationen unterscheiden.
00:01:10: das eine ist so Die Leute handeln also sie machen Also zum Beispiel Sie sitzen in einem Meeting und reden über eine neue Software oder Sie denken darüber nach, wie sie handeln.
00:01:22: Also, Sie reflektieren so und wenn man reflektiert dann handelt man nicht, sondern dann hört man ja auf zu handeln und schaut so drauf und fragt sich was machen wir hier eigentlich den ganzen Tag?
00:01:33: Und sind eigentlich die Dinge, die wir tun, die richtigen?
00:01:36: und ich habe den Eindruck dass dieser zweite Zustand nämlich dieses Reflektieren immer noch viel zu kurz kommt.
00:01:42: das zwar jetzt in diesen agilen Vorgehensweisen solche Reflexionsprozesse werden dort programmiert, also quasi zum Standard.
00:01:54: Nehmen wir mal die Retrospektive ja wo es dann heißt aha am Ende eines jeden Prinz zum Beispiel setzen wir uns zusammen und stellen uns die Frage wie waren wir?
00:02:07: Und was ist denn gut gelaufen und was ist nicht so gut gelaufe?
00:02:10: und gleichzeitig treibt mich um Wie kann man's denn hinbekommen dass das wirklich noch viel, viel selbstverständlicher wird und sehr viel häufiger passiert.
00:02:24: Dass sich nämlich relevante Akteure immer wieder fragen tun wir eigentlich die richtigen Dinge anstatt
00:02:32: wochenlang-monatelang
00:02:34: teilweise jahrelang loszurennen mit der Idee naja wir haben doch alles geplant ist doch jetzt klar wo es lang geht?
00:02:42: Genau also das ist so eine Frage und vielleicht noch eine und dann würde mich wahnsinnig interessieren, wie du das wahrnimmst.
00:02:48: Und wie kriegen wir das eigentlich auf eine gesamtorganisatorische Fragestellung?
00:02:55: Auch hin!
00:02:56: Also was ja der Unterschied hier für mich nochmal ist, ob ein Team sich das über seine Zusammenarbeit im letzten Sprint eben fragt... also wie waren wir da?
00:03:08: oder aber ob es zum Beispiel einen Führungsteam gibt dass ich die Frage stellt, wir als Gesamtorganisationen ist eigentlich das was wir vor zwei Wochen beschlossen haben.
00:03:21: Auch heute noch das Richtige und das brauchen natürlich auch die Erlaubnis und ich glaube dass macht es so schwer dann nämlich wohl möglich zu sagen ne also ehrlich gesagt gesehen jetzt schon wieder anders und nennen uns Fan-Line im Winde.
00:03:37: aber ja heute ist die Welt für uns schon wieder Und ich glaube, das ist irgendwie immer noch eine Riesenherausforderung, das hinzugekommen.
00:03:45: Ich halte es aber für essentiell um als Organisationen wirklich diesen Veränderungsdruck zu bewältigen und auch wirklich zukunftsfähig zu sein.
00:03:58: Ja also wir haben in den letzten dreifel Jahr versucht Dialogräume zu schaffen die unserem Verständnis nach dabei helfen, dass jemand später aufgeklärtere Entscheidungen trifft.
00:04:08: Ich denke das ist das was du mit reflektiert meinst also nicht nur den Dialograum um Informationen auszutauschen sondern dahinter her zu überlegen mache ich so weiter wie bisher oder mache etwas anderes?
00:04:18: und das setzt natürlich das setzt gegen die Konvention das war eigentlich über Jahrzehnte geübt haben dass wir in einem Meeting was zusammen erarbeiten und dann machen alle Zuhause das was man vereinbart hat weiter und es ist ein ganz anderer Ansatz.
00:04:32: Sind denn jetzt diese Dialogräume effizient, Christian?
00:04:35: Sind die wirtschaftlich.
00:04:37: Da kommt doch gar nichts raus!
00:04:39: Dieses Gefühl auch ernsthaft von Kollegen, die sagen aber so kann ich doch nicht arbeiten da kommt beim Kunden doch nichts an und daran zu arbeiten dass eben ein Dialograum der dabei hilft anschließend einfach aufgeklärter zu sein vielleicht kriege ich da die Bestätigung.
00:04:53: Ich bin auf dem richtigen Weg Und mein Plan ist immer noch der richtige oder ich werde irritiert das zu überdenken und anders zu handeln dass dessen Wert an sich ist.
00:05:04: Ich glaube, das ist essentiell für das was ich vorher meinte.
00:05:06: wenn eine Organisation selber dauerhaft lernen soll und was wir üben oder jetzt getan haben es einfach verschiedene solche Formate zu entwickeln größere Formatet event.
00:05:18: die nennen wir Community of Practice Change and Transition wo wir einfach aufrufen Kollegen wer habt ihr Interesse in einem Großgruppenformat miteinander in den Dialog zu gehen das immer nur im Pult zu tun.
00:05:34: Das heißt nicht mehr zu gucken, wer ja glauben wir ist zuständig oder wer glauben wir es betroffen sondern wir rufen im Unternehmen und haben jetzt einfach so Enterprise Tools.
00:05:45: bei uns ist ein News Feed von Microsoft der einfach offen.
00:05:49: alle die dran lesen wollen können es lesen und können sich beteiligen.
00:05:52: und so haben wir das auch gemacht.
00:05:53: Wir haben aufgerufen wer hat Lustes zu tun?
00:05:55: dann gab's fünfzehn Kollegen.
00:05:58: gesagt haben sie Organisierenden mit, dann haben wir einen Brandsomming gemacht.
00:06:01: Was soll diese Community erreichen und arbeiten jetzt?
00:06:04: Inzwischen haben wir den siebten oder achten Durchgang und wir haben zwei Hundert Kollegen gewonnen die sich dort teilnehmen.
00:06:09: das sind immer so zwischen sechzig und hundert pro Veranstaltung.
00:06:12: Und was wir auch gemacht haben sind kleinere Formate.
00:06:16: Ich arbeite jetzt im seit Oktober in einem organisatorischen Experiment im Cross Solution Center wo wir versucht haben So ein bisschen eine grüne Wiese auf der Dativ zu bauen und Software in selbstorganisierten Teams zu entwickeln als internes Softwarehaus, so wie man es täte wenn man heute eine IT-Firma gründet.
00:06:35: Und das habe ich kommunikativ begleiten dürfen und da haben wir jeden Monat ein Forum angeboten wo vierundzwanzig Kollegen eingeladen sind und haben dann Open Space gemacht.
00:06:44: Das heißt welche Fragen habt ihr zum Cross Solution Center?
00:06:47: was interessiert euch?
00:06:48: Meine Kollegen und auch meine Vorstände Julia Bangert waren einmal im Monat dabei und haben zwei Stunden die Fragen beantwortet.
00:06:56: Das ist
00:06:57: ja total schlau, das so zu machen.
00:06:59: Weil sich natürlich dann auch die Verantwortlichen schön irritieren lassen durch diese Fragen der Kollegen.
00:07:09: Herzlichen Dank für das Lob.
00:07:10: Ich fand es natürlich auch wahnsinnig schlau und ich kann jetzt nach zwölf Monaten sagen, was es bewirkt hat ist dass eben nicht nur so ist, dass die Menschen, die kommen orientiert gehen und vielleicht danach aufgeklärtere Entscheidungen treffen sondern auch die dies anbieten lernen bei jedem Termin wo stehen wir gerade?
00:07:25: Was ist wie angekommen?
00:07:26: Was is in der Vermittlung schon?
00:07:28: Was hat funktioniert und was noch nicht?
00:07:30: Und auch da haben wir immer gearbeitet.
00:07:32: zur langen Nachfrage ist gab's das Format und wir haben es jetzt eingestellt.
00:07:35: Das dreizehnte Mal war das letzte mal weil wir dieses Gefühl haben.
00:07:39: Jetzt ist es im Prinzip das Experiment soweit, dass diese Form von Kommunikation nicht mehr wichtig ist.
00:07:44: Und dafür machen wir sie jetzt fürs Gesamtorganisationen.
00:07:46: Wir transformieren uns gerade ein Stück weit größer in der Dativ Und bieten es jetzt, glaube ich, vierzehntägig ist der Punkt, dass wir uns auch dort in den Dialog stellen.
00:07:55: Ich finde so ein geschütztes Format, das ist dann so.
00:07:57: jeder, der eine Frage hat darf eine Minute pitchen was will er fragen und dann wird gewohntet, was sind die zehn relevantesten Fragen im Raum?
00:08:03: Dann beschäftigt man sich eine Stunde mit den zehn Fragen also so, dass man nie satt wird.
00:08:07: Es ist kein Dialog im Sinne von ausführlichem Ausdiskutieren aller Fragen sondern so ein kurzes Antisan wo für beide Seiten genug Trigger dabei ist um zu überlegen.
00:08:17: okay Das klingt jetzt total vernünftig und ich, der im Raum oft ist, spüre förmlich ob eine Antwort den Raum entspannt.
00:08:25: Also wo hinterher praktisch das Gefühl ist okay?
00:08:27: Ah ja!
00:08:29: Jetzt ist was geklärt oder ob die Antwort eher noch zu einer Verkramfung führt.
00:08:34: Und das löst bei beiden Seiten aus, der dir die Frage gestellt hat, merke oh weh da habe ich jetzt wohl in etwas gesprochen wo die noch nicht sind und die die die Frage beantworten spüren muss nach Hause gehen und müssen nochmal überlegen heißt es ihr musst den Plan ändern.
00:08:48: Und das Ganze machen wir jetzt auch mit größeren Veranstaltungen.
00:08:50: Wir nennen die DigiCamp oder auch mit Barcamps, wo einfach auch drehundert Menschen miteinander in den Dialog gehen ist natürlich für sieben tausend acht hundert immer noch eine kleine Gruppe.
00:08:58: aber da ist natürlich der Resonanzraum größer und das miteinander zu spielen so würde ich heute glauben die Veränderungsfähigkeit einer Organisation zu stärken Plattformen bauen um organisationales Lernen zu ermöglichen So würde ich das beschreiben
00:09:16: Ja, das ist großartig und ich glaube was dann eben oder da ist die Chance glaube auch ganz gut dass sich irgendjemand sowas auch als Vorbild nimmt.
00:09:29: Und sagt so machen wir jetzt hier bei uns im Bereich oder in unserer Abteilung mit unserem Thema auch regelmäßig ja?
00:09:36: Dann kommen wir nämlich so langsam an das was wir dann Organisation nennen, nämlich immer dann wenn es Routine wird und wenn's auf Dauer gestellt wird.
00:09:45: Und diese Veranstaltung, die ihr da eben anbietet sind jetzt ja auch regelmäßig.
00:09:50: Das heißt es ist ja auch schon eine Adresse mit der ich dann rechnen kann als Mitglied der Organisation.
00:09:55: Das heisst Ich weiß... Jetzt findet alle paar Wochen zum Beispiel so ein DigiCamp statt.
00:09:59: Ah super!
00:10:00: Das heißt wenn ich jetzt eine Idee habe, kann ich dahin gehen und die da einspeisen?
00:10:04: Und bin jetzt mit meiner Idee nicht erstmal hoffnungslos allein oder muss hier irgendwelche anderen komischen Wege wählen sondern ich hab da einen Forum kommt ja eine Erwartbarkeit rein und durch eine Erwartbarkeit entstehen dann auch Strukturen.
00:10:18: Und dann sind wir wieder bei dem Begriff, den du für ein lernende Organisation genannt hast – der ja so ein bisschen neunziger ist vielleicht – aber um den es unbedingt geht, nämlich wie lerne ich denn überhaupt oder wie lernt denn überhaupt eine Organisation immer?
00:10:30: Wenn sich eben genau diese Kommunikationsprozesse Kommunikationsroutinen so verändern, dass eben auch eine andere Art von Kommunikation stattfindet.
00:10:42: Das ist jetzt ein bisschen tautologisch vielleicht, aber es ja sowieso alles zirkulär.
00:10:49: Ja und was mir jetzt noch wichtig ist bei der Thematik der lernenden Organisationen habe ich in der Vergangenheit die Kundenbeteiligung oder dieses externen Stakeholder immer eher als außen vorbetrachtet nach den Worten, die kriegen dann das Ergebnis mit?
00:11:04: Und da erlebe ich jetzt, dass das nicht mehr funktioniert.
00:11:07: Weil wenn ich agil arbeite und den Kunden kontinuierlich an meinem Veränderungsprozess beteilige muss ich eben auch an diesen Dialog-Prozessen beteiligen.
00:11:15: Dann gibt es eben keine interne Kommunikation die wir miteinander machen und später wenn wir uns sicher sind jetzt immer fertig gibt's eine externe Kommunikation Sondern es gibt eine dauerhafte Kommunikations die an unterschiedliches Deckholde gerichtet ist.
00:11:29: Eigentlich ein Zufall somit, der für mich aber sehr prägend war.
00:11:32: Wir sind ja eine Genossenschaft als Dativ und haben gewählte Vertreter von Kunden.
00:11:36: also die sind doch ein bisschen mehr Kunde weil sie sogar von ihren Kollegen in der Genossesschaft mit der Autorität ausgestattet werden die Organisation näher zu betrachten.
00:11:46: Und einer dieser Vertretern hat mich gefragt was ist denn das Cross Solution Center?
00:11:49: Er würde gerne mal wissen was es ist.
00:11:51: Das hat er uns erfahren und Was kann er denn da...was machen wir denn da?
00:11:55: Und dann habe ich den einfach eingeladen zur einem dieser Forumstermine Und dann saß der als Kunde und als Vertreter mit dabei und hat mitdiskutiert.
00:12:04: Und hat am Ende für sich gesagt, ah jetzt versteht er das mit der agilen Vorgehensweise auch besser?
00:12:08: Er hat ganz viele Anregungen für keine ganz Leimit genommen!
00:12:12: Dass wir an dem Abend zufällig auch noch ein Kameratermin dabei hatten unter des per Video jetzt auch nutzen um den Cros Solution Center Aufmerksamkeit zu schenken ist jetzt ein Zufallselement.
00:12:21: aber was kein Zufalls sein darf ist dass Kunden in so Prozessen dabei sind.
00:12:25: Na
00:12:26: gut,
00:12:26: du, ich denke das ist doch jetzt erstmal ein guter Punkt und würde ganz gerne Tschüss sagen an der Stelle.
00:12:35: Und bin wirklich begeistert was ihr da macht und wünsche euch da weiterhin ganz viel Erfolg!
00:12:40: Danke für das Feedback und vielen Dank für die Einladung, ich freue mich.
00:12:44: Ja, das war Organisationenentwickeln.
00:12:47: Der bekam Beta-Podcast für wirksame Führungen und Zusammenarbeit.
00:12:51: Danke dass Du deine Zeit mit uns verbracht hast.
00:12:55: Gefällt dir unser Podcast?
00:12:56: Dann würden wir uns riesig freuen, wenn du den Podcast in deinem Netzwerk weiter empfiehlst.
00:13:02: Und falls du über Apple-Podcast oder Spotify hörst, dann gib' uns doch
00:13:05: auch gleich fünf Sterne
00:13:07: und folge
00:13:08: uns!
00:13:08: Denn
00:13:09: das hilft uns enorm dabei weitere Menschen zu erreichen, denen es auch ein Anliegen ist eine Welt zu schaffen, in der wir alle gerne leben und arbeiten
00:13:17: möchten.
00:13:18: Bis zum nächsten
00:13:19: Mal – Tschüss.
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